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Veranstaltungen für das Jahr 2020

Zur Zeit gibt es keine bevorstehenden Veranstaltungen

Zwangspause für „Fröhlichen Weinberg“

Die wegen Corona abgesagte Aufführung des Theaterstücks von Carl Zuckmayer soll im nächsten Jahr in Nackenheim nachgeholt werden

 

Von Torben Schröder

 

NACKENHEIM. „Der fröhliche Weinberg“ legt eine Zwangspause ein. Die für 18. bis 21. Juni geplanten Aufführungen des vor 95 Jahren geschriebenen Lustspiels hat die Carl-Zuckmayer-Gesellschaft (CZG) abgeblasen. Abblasen müssen vielmehr. „Die Entscheidung ist schwergefallen, aber es ging nicht anders“, sagt der Präsident Günter Beck, der so voraussichtlich ein Jahr länger auf sein Debüt auf der Nackenheimer Theaterbühne warten muss. 2021 soll die Aufführung wieder stattfinden. Dass bis dahin die geplante eigene Halle steht, ist allerdings äußerst unwahrscheinlich.

Günter Beck wollte den Wirt Eismayer spielen

Seit Ende 2019 hatte die auf einigen Positionen neue Besetzung der CZG geprobt, auch zwei große Proben mit der kompletten Darstellerriege gab es bereits. Und der Kartenverkauf war gut in Gang gekommen, wie die Gesellschaft berichtet. Beck hätte den Wirt Eismayer spielen sollen. Doch dann machte die Corona-Krise samt Kontaktbeschränkung und Veranstaltungsverbot den weiteren Proben einen Strich durch die Rechnung. Die Proben für die rund 30 involvierten Aktiven ließen sich kaum in hinreichender Zahl nachholen, um den eigenen künstlerischen Ansprüchen gerecht zu werden. Und jetzt wurden alle größeren Events sogar bis Ende August offiziell abgesagt.

„Außerdem löst man immer mehr Kosten aus, je länger man wartet“, sagt Beck, „wir mussten die Reißleine ziehen, es ist ja überhaupt nicht absehbar, wie es weitergeht.“ Die Tribüne für 300 Zuschauer, die vor dem Rathaus aufgebaut wird, die Kostüme, die Technik – irgendwann muss man sich entscheiden, ob die Aufträge rausgehen oder nicht. Eine Verschiebung kam mangels Aussichten, wann der Corona-Shutdown vorüber ist, auch nicht in Betracht. Das liebevoll aufgezogene Amateurtheater muss aussetzen, es half nichts. „Doch auch wenn das Theater-Ensemble pausiert, so hofft es, im nächsten Jahr wieder in vollem Umfang spielen zu können“, teilt der Vorstand mit.

Durch die frühzeitige Entscheidung noch vor Ostern hat die CZG einen nennenswerten wirtschaftlichen Schaden abgewendet, wie der Mainzer Bürgermeister und Finanzdezernent sagt. „Es hätte uns, es hätte mir einen Riesen-Spaß gemacht“, sagt Beck, der für die Meenzer Drecksäck regelmäßig auf der Bühne steht und dem durch die Film-Einspieler der Alternativ-Fastnachter auch die augenzwinkernde Schauspielerei vertraut ist. „Vergangenes Jahr habe ich die Ankündigung gemacht, da dachte ich mir, mitzuspielen, das wäre was. So etwas hält ja auch jung.“ Die Tendenz gehe in die Richtung, die für dieses Jahr avisierte Aufführung im kommenden Jahr nachzuholen und sich nicht unbedingt Neues auszudenken.

Das historische Rathaus als Kulisse dürfte auch für 2021 unumstößlich sein. „Still ruht der See“, blickt Beck auf das Projekt eigene CZG-Halle. Der Verein schielt aber weiterhin auf das Geburtshaus auf dem Gelände der stillgelegten Kapselfabrik. Doch auch was die Entwicklung dieses Areals angeht, gebe es derzeit nichts Neues. „Die Welt ist irgendwie stehen geblieben“, sagt Beck.

 

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz, 17. April 2020

 

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